Als der Blick vergangene Woche Dominique C. (64), die ältesten Mutter der Schweiz auf die Titelseite brachte, gingen die Emotionen erwartungsgemäss hoch. Reporter interviewten Fortpflanzungsmediziner und Juristen zum Thema, Chefredaktoren schrieben Kommentare und Zeitungsleser deponierten ihre Meinung dazu in Online-Threads und Leserbriefen.
Vergangenen Freitag dann erfuhr ich, dass der «Club» des Schweizer Fernsehens sich am kommenden Dienstag ebenfalls dem Thema widmen würde und begann mich zu fragen, warum diese Geschichte auf so breite Resonanz stösst. Natürlich sind solche Meldungen ähnlich aufsehenerregend wie zum Beispiel eine Hai-Attacke in einem Touristen-Tauchgebiet – und gleichzeitig sind es krasse Einzelereignisse, die für das Gros der Bevölkerung völlig irrelevant scheinen.
